Werkstatt-Tage für alle Mediatoren

"…Werkstatt-Tage sind Klasse, weil… - man in wenig Zeit viel Input bekommt..."

 

Das Format der Werkstatt-Tage ermöglicht Mediatoren und Mediatorinnen sich – je nach Interesse und Bedarf – auf angenehme Weise praktische Fragen zu erschließen und eigene Kompetenzen zu erweitern. Sie werden von erfahrenen Mediatoren bzw. Spezialisten des Themas angeleitet, finden in Kleingruppen (8 bis maximal 14 TeilnehmerInnen) statt und bieten Input, Übung, Improvisation und kollegialen Erfahrungsaustausch.

 

Die Werkstatt-Tage sind je nach Interesse einzeln buchbar. Sie finden, wenn nicht anders vermerkt, von 17.00 - 21.00 Uhr im Heidelberger Institut für Mediation in der Mönchhofstraße 11 statt. Die Anmeldung erfolgt am Besten gleich hier über unsere Homepage oder telefonisch unter 06221/473406.

 

Die Kosten belaufen sich, sofern nicht anders ausgewiesen, auf € 90,00 zzgl. MwSt.

Am Mo., 25.06.2012 leitet Thomas Rüttgers* www.soul-craft.org einen Werkstatt-Tag zu dem Thema

Veränderungsprozesse in der Mediation

Ziele sichtbar, Motivation erfahrbar machen! Die "Time-Line Methode" und das "Teambrett"

Unsere Medianten kommen in die Mediation, weil sie sich in Lebensumständen erleben, die für sie nicht zufriedenstellend sind. Beide (alle) Seiten haben daher in sich eine Veränderungsabsicht, um die bestehende Situation in ihrem Sinne befriedigend zu verbessern. Zu Beginn des Verfahrens wird diese Veränderungsabsicht in Form von Positionen kommuniziert.

Dieser Workshop möchte Euch zwei Instrumente aus der supervisorisch-therapeutischen Arbeit vorstellen, die neue - interaktive - Wege eröffnen, diese Positionen zu hinterfragen und zu den eigentlichen Bedürfnissen der Medianten durchzudringen.

Lösungsvisionen werden entworfen und in Kontrast zur bestehenden Situation gesetzt.

Die "Time-Line Methode" nutzt dazu neben der kognitiven Ebene auch die Emotions- und Körperempfindungsebene. Die Aufstellungsmethode in Form des "Familienbretts" stellt Beziehungsgeflechte räumlich dar. Sie ermöglicht den Medianten, eine innere Distanzierung von ihrem Erleben herzustellen und eine kreative Meta-Kommunikation führen zu können.

Durch diese Instrumente werden unsere Gesprächsführungstechniken, mit denen wir von Positionen zu Bedürfnissen kommen kreativ und fruchtbringend ergänzt. Sie eignen sich sowohl für die Arbeit im Zwei-Parteien- und Familienkontext als auch für Mehr-Parteien-Mediationen.

*Thomas Rüttgers, Diplomjurist, Psychologe MA und Mediator BAFM, hat seine Ausbildung 2001 in den USA und 2010 am Heidelberger Institut abgeschlossen. Er gehört zum Trainerteam des HIM.

Am Mo., 24.09.2012 findet unter der Leitung von Andrea Herms* (www.andrea-herms-mediation.de) ein Werkstatt-Tag  zu dem Thema

Interessen und Bedürfnisse im Sinne der Mediation

statt.

Das "Herzstück" der Mediatiion beschäftigt sich mit den Interessen und Bedürfnissen. Es ist gleichzeitig der Teil unserer Arbeit, der uns am meisten (heraus)fordert. In der Ausbildung haben wir alle gelernt - und da hat es uns auch total eingeleuchtet - wie man von Positionen zu Interessen und Bedürfnissen kommt. In der praktischen Mediation fragen wir uns, wie genau war das noch mal? Es besteht ein großes Bedürfnis nochmals zu wiederholen:

Was genau ist das, ein Interesse, ein Bedürfnis?

Wie erfrage und entwickle ich es mit den Medianten?

Und wie fasse ich es gut in Worte, die dann am Flip-Chart stehen?

Hiermit wollen wir uns in dem Workshop noch einmal intensiv beschäftigen. Mit Übungen, Ausprobieren im Mediationssetting und kleinen theoretischen Inputs.

*Andrea Herms, Mediatorin BAFM und BM, Fachanwältin für Familienrecht, hat 1998 ihre Ausbildung am Heidelberger Institut abgeschlossen und gehört zum Trainerteam des HIM